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Elektromobilität

So fahren Sie am besten (mit Strom)

Haben Sie kürzlich ein Elektroauto erworben oder stehen kurz davor? Da stellt sich zwangsläufig die Frage wie das Auto geladen werden kann. Wir haben versucht, die verschiedenen Ladevarianten graphisch darzustellen.

Mit dem Kauf des E-Autos erhalten Sie ein «Mode 2» Kabel (rot hinterlegt). Je nach Auto, bzw. Ladekabel ist die Ladeleistung begrenzt und hat damit direkten Einfluss auf die Ladezeit. Sollte ihr Ladekabel einen T13-Stecker (normaler Haushaltstecker) haben, müssen wir Sie darauf hinweisen, dass diese Steckvorrichtungen für das Laden von E-Autos nicht geeignet sind. Das wiederholte Laden während Stunden mit Bemessungsstrom kann den Steckvorrichtungen schaden, so dass sie unzulässig erhitzt werden. Nur das gelegentliche Laden mit einem maximalen Strom von 8 A ist zulässig, oder anders gesagt: Ein «Mode 2» Kabel mit T13 Stecker ist nur eine Notlösung für gelegentliches Laden.

Welche Alternativen zu den Haushaltsteckdosen gibt es denn?

Kraftsteckdosen vom Typ CEE 16 können von ihrem Elektroinstallateur sicher und vorschriftsgemäss installiert und mit dem notwendigen FI-Schutz versehen werden. Er kümmert sich auch um die Formalitäten (Anmeldung Netzbetreiber, technisches Anschlussgesuch TAG, Installationsanzeige und Sicherheitsnachweis).eug ladevarianten

Die Wallbox ist ideal

Die beste Lösung ist jedoch die Wallbox. Es gibt Wallboxen mit einem fest angeschlossenen «Mode 3» Kabel. Wer hingegen einen späteren Fahrzeugwechsel nicht ausschliesst, wählt am besten die Variante ohne Ladekabel und kauft ein zum Auto passendes «Mode 3»-Ladekabel mit Typ 1- oder Typ 2-Stecker.

Laden unterwegs

Wenn Sie unterwegs nachladen müssen, soll das möglichst schnell geschehen. Dafür werden immer mehr öffentliche Ladestationen, sogenannte Supercharger installiert. Bei diesen E-Tankstellen laden Sie ihr Auto direkt mit Gleichstrom DC und kommen typischerweise innerhalb von 20 Minuten auf 80 % Ladung. Auch die eug hat auf dem Dorfplatz Hägendorf einen Schnelllader installiert. Sie benötigen dazu das App des Anbieters MOVE oder können per Kreditkarte zahlen.

Noch ein Wort zum Hausanschluss

Die Installation von Ladestationen ist meldepflichtig, weil die eug als ihre Netzbetreiberin die Standorte und die technischen Spezifikationen aller Ladestationen im Netzgebiet kennen muss. Diese Angaben sind für die Netzplanung relevant und mit dem technischen Anschlussgesuch TAG beurteilen wir allfällig notwendige Verstärkungen ihres Anschlusses. Ein- und zweiphasiger Bezug an Ladestation ist nur bis 16 A zulässig. Der Netzanschlussnehmer muss sicherstellen, dass die bezugsberechtigte Anschlussleistung unter Berücksichtigung des gesamten Leistungsbezugs nicht überschritten wird. Bei mehreren Ladestationen hinter dem gleichen (Haus-)Anschlusspunkt wird ein lokales Lastmanagementsystem verlangt.

Unsere eigene Ladestation

Die Schnelllade-Station für Elektrofahrzeuge auf dem Dorfplatz Hägendorf ist für die eug in zweierlei Hinsicht ein Meilenstein: Es ist die erste im Versorgungsgebiet, und sie leistet einen  wichtigen Beitrag zur Erschliessung des Jura-Südfusses mit Stromtankstellen.

½ Stunde für 100 km
Das ist nicht etwa die Geschwindigkeit eines Elektroautos, sondern die Zeit, die nötig ist, um die Batterie soweit aufzuladen, dass rund 100 km gefahren werden können. Diese kurze Ladezeit ist möglich, weil die Schnelllade-Station anstelle von Wechselstrom (normale Steckdose) Gleichstrom liefert, wie er im Elektromotor benötigt wird – das spart viel Umwandlungszeit. 100 km scheinen auf den ersten Blick wenig. Bedenkt man jedoch, dass der Durchschnittspendler pro Tag 30 bis 40 km zurücklegt, reicht eine Batterieladung für bis zu drei Pendelfahrten.

Alle gängigen Anschlüsse
Mit den Steckeranschlüssen CHAdeMO, Combined Charging System CSS und einem AC-Anschluss Typ 2 bietet die Hägendörfer Station für alle gängigen Elektrofahrzeuge eine Lademöglichkeit. Wegen der kurzen Ladezeit nennt man diese Einrichtungen auch «coffee & charge» Schnelllade-Stationen. Also: Genehmigen Sie sich einen Kaffee – und schon ist Ihr Elektroauto wieder startklar.

Haben Sie Fragen?

Ich helfe Ihnen gerne weiter.

Simon D'Orazio

Fachtechnischer Leiter Technik, GL-Mitglied